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Phoebe Killdeer & The Short Straws – Innerquake


5 Sterne

Phoebe Killdeer, die in Frankreich geborene Australierin, und ihre Band The Short Straws werden am 21. September ihr zweites Album Innerquake veröffentlichen.

Im Herbst kommt sie dann auf Tour nach Deutschland. Wer sich dieses Highlight nicht entgehen lassen möchte, sollte sich noch schnell eine der begehrten Karten sichern.

Es ist immer interessant wenn sich Künstler nicht in eine Schublade stecken lassen. Das ist bei Phoebe absolut der Fall! Auf der neue Scheibe werde alle Arten des Rock bedient – Rockabilly, Punk, Blues, Progrock…
Alles gekleidet in düsteren und energiegeladenen Sound der einen mit nimmt auf eine spannende Achterbahnfahrt. Das erste Highlight für mich ist der Song The Fade Out Line. Hier hört man auch die Einflüsse von Großmeistern wie Tom Waits oder Nick Cave heraus, ein wunderbar ruhiger Song mit dem richtigen Drive. Im folgenden Scholar wird dann die Handbremse wieder gelöst, es geht in die Rockabilly-Ecke. Und als ob sie ihre musikalische Bandbreite demonstrieren wollen kommt Treadmill mit einer Prise staubigem, stampfendem Stoner-Rock daher. Aber auch die ruhigen Tracks, wie Twisted, haben einen sehr speziellen Charme, der in erster Linie der Tollen Stimme von Phoebe geschuldet ist. Aber erst durch die Untermalung der Band perfekt wird.
Es ist toll das kein Track irgendwie gekünstelt oder verkrampft wirkt, einen so lässigen Song wie zum Beispiel Up & Down kann man sich auch super im nächsten Tarantino-Streifen vorstellen.

Phoebe Killdeer & The Short Straws haben hier ein wirklich mitreißendes Album geschaffen das an keiner Stelle aufgesetzt wirkt und von Anfang bis Ende begeistert!

Nach dem Klick gibt es noch den Clip zu Scholar, damit Ihr schon mal einen audiovisuellen Eindruck bekommt.
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The Bianca Story – Coming Home

The Bianca Story - Coming Home
5 Sterne

Es gibt Stimmen die hört man ein paar Sekunden und sofort wird einem klar dass sie etwas Besonderes haben. So ging es mir als ich den ersten Song der Band The Bianca Story gehört habe. Das charismatische Erscheinungsbild von Frontmann Elia Rediger rundet den Eindruck ab.

Die Schweizer Band hat heute ihr zweites Album namens Coming Home auf den Markt gebracht, welches sich hoffentlich großer Beachtung erfreuen darf. Verdient hat es dies auf jeden Fall!

Einordnen lässt sich die Formation nur schwer, New Wave… Post-Pop… Folk… kommen einem grob in den Sinn wenn man den ersten Klängen des Openers Afraid Of The World lauscht. In selbige Richtung kann man den Titelsong schieben, der einen melancholisch-romantisch mit auf die Reise nimmt. Der erste Kracher des Longplayers!
Leichter kommt hier Lazy Boy um die Ecke, welcher mit eingängigem Refrain und dichter Instrumentierung glänzt. Die Stimme von Anna Waibel kommt im folgenden Dancing People Are Never Wrong das erste Mal als Lead-Vocal zum Einsatz und verdeutlicht ein weiteres Mal das enorme Potential der Band. Wenn Anna und Elia dann in folgenden Songs auch noch gemeinsam etwas zum Besten geben ist das Bild vollkommen.
Es ist beeindruckend wie die Band zwischen schnellerem Pop inkl. Synthieklängen und ruhigeren Stücken schwankt und es doch hinbekommt alles authentisch rüber zu bringen. Und wenn Elia dann im Track Friends Bar sein stimmliches Können demonstriert und sich auch mal erlaubt emotional auszubrechen, ist man als Hörer nur noch glücklich.

The Bianca Story haben hier ein sehr starkes Album herausgebracht welches keine Schwächen und Längen bietet.
Im Gegenteil: Die stimmige Instrumentierung, gepaart mit den Stimmen der beiden, und der x-Genre überspannende Sound der Band, haben die Messlatte sehr hoch gelegt!

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My Glorious – Inside My Head Is A Scary Place

Inside My Head Is A Scary Place
4 Sterne

My Glorious haben sich mit einem neuen Album zurückgemeldet, auf Inside My Head Is A Scary Place geht es diesmal nicht ums Herz sondern um den Kopf und die Denkweise.
War ihr vorheriges Album noch eine Eigenproduktion, ist diesmal Produzentin Sylvia Massy (RHCP, TOOL) verantwortlich. Und da sie sogar auf ihre Gage verzichtet haben soll, ist davon auszugehen dass sie sehr überzeugt vom Schaffen der Band ist.

Und gleich der Opener Minefield geht stampfend und vor Energie strotzend voran um uns auf den Rest der Scheibe einstimmen zu wollen. Flower, die erste Single fängt allerdings etwas ruhiger an und erinnert mich an einen bestimmten Song auf den ich gerade nicht komme – vielleicht einer von den Killers… Auf jeden Fall eine schöne Nummer. In die selbe Bresche springt auch A Heart On Fire, dieser traut sich allerdings auch mal auszubrechen aus dem ruhigen Gefilde. Manchmal wünscht man sich das der Gesang mit weniger Hall aufgeputscht wird, an manchen Stellen erinnert es schon an Ozzi. Dies soll die Leistung von Sami Goodenough aber nicht schmälern, denn die stimmliche Leistung überzeugt.
Rauer wird es wieder bei God Made A Man, Then Man Made God, ein Track der vor allem Fans der elektrischen Gitarren gefallen dürfte.
Ist man beim Ende des Albums angekommen hat man den Eindruck dass der Opener doch einen leicht fälschlichen Eindruck vermittelt hat, denn so krachend wie dieser ist das Album in Gänze nicht. Einen „scary place“ hat die Scheibe – zumindest musikalisch – in meinem Kopf nicht hinterlassen, sondern das Gefühl hier ein gutes Rock-Album gehört zu haben von einer Band die im Vergleich zum Vorgänger einen konsequenten Schritt weiter gegangen ist. So wünscht man sich das!

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A Home. A Heart. Whatever. – Kostenloser Albumdownload

A Home. A Heart. Whatever.
5 Sterne

Als aller Erstes wünsche ich allen Lesern natürlich ein frohes neues Jahr! Und als guten Start in dieses junge Jahr gibt es gleich mal ein kostenloses Album.
A Home. A Heart. Whatever. bieten ihr Debütalbum momentan als kostenlosen Download auf ihrer Website an. Die drei Jungs aus dem Raum München lassen sich schwer einordnen, auf ihrem Silberling bieten sie Folk, Elektro und Indieklänge.
Der Track Me, Pretender erinnert stark an Placebo, auch Your Love hat frische Synthiesounds und erinnert mit der Art des verzerrten Gesangs an die späteren Werke von Marilyn Manson. In die Elektro-Folk-Ecke stellt sich Bugs & Bees und nimmt etwas Fahrt aus dem Album, bevor folgendes Inspiration Medication wieder zwei Gänge runterschaltet. Etwas gerockt werden darf auch, wobei die Gitarrenparts im instrumentalen Ah! Ah! We… wohl dosiert eingesetzt werden und den wunderbaren Melodien viel Platz lassen. Das balladeske A View (To What We Found) begeistert durch den ruhigen Gesang und Trompetenklänge sowie den schleppenden Beat.

Für mich die erste musikalische Perle des Jahres. Obwohl es das Album schon seit dem 17.12.2010 gibt. Also schnell noch auf die Website und das Ding runterladen. Ansonsten lohnt sich auch der Griff in den Geldbeutel für dieses abwechslungsreiche Album alle mal.

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Linkin Park – A Thousand Suns

A Thousand Suns
2 Sterne

Einst prägten Linkin Park das Crossover-Genre wie kaum eine andere Band. Die ersten beiden Alben der Jungs waren völlig zurecht für den schnellen Aufstieg verantwortlich. Mit Minutes To Midnight machten sie schon einen großen Schritt in Richtung Popmusik, mit A Thousand Suns sind sie fast angekommen.

Eingefleischte Fans, wahrscheinlich nach dem letzten Album noch mit einem kleinen Funken Hoffnung, werden wiedermal enttäuscht. Im Grunde ist musikalische Weiterentwicklung ja zu begrüßen und oft auch spannend, aber sein Gesicht sollte man dabei nicht verlieren. Im Vorfeld ließen Linkin Park verlauten dass man das Album als Ganzes sehen sollte, doch selbst das wird die Meinung nicht wirklich aufhellen. Bei manchen Songs sieht man die Band im Geiste auf der Bühne schon eine Boygroup-Choreografie aufführen. Bei zwei Songs kann man die Handschrift der früheren Tage noch erkennen, doch die Negativbeispiele überwiegen meiner Meinung nach.

Die Tracks sind im Grunde nicht so schlecht, aber ihnen fehlt oftmals der richtige Touch, die Energie, das Gesicht. Und das ist für die Fans der alten Werke ziemlich enttäuschend.

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