Muse – Black Holes & Revelations

Black Holes & Revelations5 Sterne

Oha, mein erstes Muse Album. Irgendwie gingen Muse immer an mir vorbei, warum auch immer. Vielleicht weil mich die alten Muse Songs nicht so begeistern konnten?! Das ist bei Black Holes & Revelations allerdings vollkommen anders.

Als ich Supermassive Black Hole das erste mal gehört habe, hat es mich total mitgerissen, tagelang hatte ich das Teil im Kopf. Also wagte ich es und habe nun den Einstieg in die Welt von Muse hinter mir. Ich nehm es diesmal schon vorweg, dieses Album hat mich begeistert, allerdings brauchte ich dafür ein paar Durchgänge, aber nun läuft es in der Heavy Rotation.

Das Muse sich auf jedem Album irgendwie neu erfinden und dieses neuste Werk von vielen auch nicht so gemocht wird habe ich gelesen. Also mal sehen ob die älteren Scheiben auch irgendwann in meinem CD-Regal landen.
Take A Bow als Einführung in das Album beginnt leise mit elektronischem Sound und steigert sich zum Ende hin immer weiter. Gitarren setzen ein, der Gesang von Matthew wird intensiver und der Song endet sehr pompös. Folgendes Starlight kommt mit poppigen Klang daher dem sich der Gesang anpasst. Dann nimmt er ein wenig Fahrt auf um sich beim Refrain wieder Fallen zu lassen, ein schöner Song.
Supermassive Black Hole kommt gut treibend und groovend daher, ein richtiger Kopfnicker. Beim Gesang geht Matthew dann noch eine Spur höher in der Stimmlage, Background-Chor beim Refrain. Klingt ziemlich Prince-Like, ist aber verdammt gut.

Das erste mal richtig gebremst wird bei Soldier´s Poem, und das fast auf 0, so kommt es einem vor. Sehr langsam und ruhig, nur mit ein wenig Akustikgitarre, zartem Gesang und Hintergrundsängern findet die erste Ballade seinen Platz auf dem Album. Folgendes Invincible nimmt wieder ein wenig Fahrt auf, gehört aber anfangs auch zu den ruhigeren Liedern. Gegen Ende kommt dann noch ein nettes Gitarrensolo, das Schlagzeug wird treibender und der Gesang führt den Song zum endenden Höhepunkt. Mit einer der besten Songs.

Bombastisch wird es dann bei Exo-Politics, anfangs noch leicht einleitender Gesang steigert sich mit dem Sound und führt zum bombastischen Refrain. Allerdings ohne überladen zu wirken, ein klasse Song.
Ähnlich geht es beim folgenden City Of Delusion weiter, pompös und bombastisch.
Andere Töne bietet Hoodoo, italo-western Einstieg, zupfende Gitarren. Ein weiterer Song der langsam beginnt, dann mit einsteigendem Klavier, donnernden Drums und Streichern sich ziemlich aufbäumt um dann am Ende wieder in sich zusammen zu fallen.

Der Closer Knights Of Cydonia nimmt auch den Westernsound auf, allerdings ohne Zupfgitarren. Die Melodie erinnert ein wenig an Avantasia, allerdings im elektronischem Stil. Gegen Ende wird dann nochmal ein wenig Bombast geboten und man hat das Album hinter sich. So denkt man vielleicht beim ersten Hören, mir ging es ein wenig so. Bei Durchgang Nummer zwei war es dann schon viel besser, und nun ist dieses Album für mich eines der großen diesen Jahres.

Tracklist:

01. Take a Bow
02. Starlight
03. Supermassive Black Hole
04. Map Of The Problematique
05. Soldier’s Poem
06. Invincible
07. Assassin
08. Exo-Politics
09. City Of Delusion
10. Hoodoo
11. Knights Of Cydonia

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  • http://www.schutzschall.de Michael

    Hi,
    das ist alles richtig, für mein Empfinden übertreibt Herr Bellamy aber immer Öfter in Sachen Bombast. Mein Muse-Liebling bleibt bis auf Weiteres „Showbiz“ mit dem großartigen Opener „Sunburn“. Jedoch ist ja noch nicht aller Tage Abend, eine neue Single wurde angekündigt. Ich bin weiterhin gespannt.

    Gruß,
    Michael