My Chemical Romance – The Black Parade

The Black Parade4 Sterne

Und wiedermal ein Album das kaum zu übersehen war in der letzten Zeit. The Black Parade ist die Weiterentwicklung der Band, welche von den Fans auch erwartet wird. So zumindest beschreiben es My Chemical Romance. Vom Sound her soll nun mehr „Bombast“ vorhanden sein. Oha, das böse Wort! Bei den Killers hat es schon nicht hingehauen, wie schauts hier aus?

Der opener Namens The End fängt schön ruhig mit Akustikgitarre an bevor man dann das erste Mal den Bombast zu hören bekommt. Gefällt mir in dem kurzen Song ganz gut.

Folgendes Dead startet mit Punkrock-Anleihen und errinert erstmals an den Album-Vorgänger. Tompeten und Posaunen gegen Ende des Songs, mit folgendem Stromgitarren-Part macht den Song noch interessant. Das abschließende „Lalalalaaa“ hätten sie sich aber sparen können.
Schön vom Schlagzeug getrieben startet This Is How I Disapear. Aber sonst eher ein Durchschnittssong der zum Ende hin allerdings noch mal durchstarten kann. The Sharpest Lives kommt etwas melodiöser daher, mit schönen Gitarrenparts und einem Refrain der mitreißen kann.
Anschließendes Welcome To The Black Parade sollte schon den meisten bekannt sein, die erste Singleauskopplung des Albums. Spätestens hier kommt wieder das böse Wort zum Vorschein, allerdings stört es nicht so stark. Der Refrain bleibt auch im Gehörgang hängen und errinnert wieder mal an den Vorgänger. Gegen Ende rutscht der Song fast in Queen-artige Gefilde ab, fängt sich aber noch einigermaßen.
Mit I Don´t Love You erhält die erste Ballade Einzug ins Album, durchaus gelungen mit attraktivem Gitarrensolo. Ganz nach MCR-Art wird sich durch den Song gelitten. Damit ist die Verschnaufpause auch schon vorbei, House Of Wolves geht wieder gut nach vorn. Cancer ist Ballade Nr.2. Eingeleitet mit ruhigen Pianoklängen und unterstützt von leichten Drums. Ein paar Geigen hinzu und schmachtende Strofen, schon ist die Ballade durch.
Ein Abschiedsbrief an die Mutter gibts in Mama, denn „We all go to hell“. Und endlich werden mal wieder andere Elemente im Sound hervorgegraben, zeitweise erinnert dieser Song an Tom Waits. Einer der abwechslungsreichsten Songs, und einer der besten des Albums.
Sleep ist wieder ganz MCR typisch und Teenager hätten sie ruhig von der Platte verbannen können, passt irgendwie nicht. Ein klein wenig Pop-Rock-Ballade ist Disenchanted, auf jeden Fall von der Melodie her. Vielleicht die zweite Singleauskopplung wenn man mich fragt. Wäre allerdings nicht meine Wahl.
Der Closer Famous Last Words hat auch ein wenig Queen im Sound, ist aber dennoch eigenständig genug. Einen kleinen Hidden Track Namens Blood gibt es noch, allerdings auch nicht weiter erwähnenswert.

Alles in allem haben MCR ein recht ordentlichen Nachfolger des besseren Three Cheers For Sweet Revenge geschaffen. Ein wenig mehr Abwechslung hätte dem Album aber gut getan. Auf jeden Fall steht ihnen der „Bombast“ um einiges besser als den Killers.

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