Tool – 10.000 Days

Tool - 10.000 Days5 Punkte

Lang genug hat es gedauert bis das neue Tool Album 10.000 Days herauskam. Aber nun liegt die CD im Player und die Verpackung vor mir auf dem Tisch.
Ganz Tool-like ist diese ziemlich extravagant ausgefallen, zum Aufklappen mit zwei eingebauten Linsen mit denen sich das fest eingefügte Booklet in 3D betrachten lässt. Wirklich eindrucksvolle Bilder.

Aber genug vom drumherum, um die Musik geht es schließlich.

Vicarious leitet einen ruhig in die Welt von Tool ein, geht dann aber gleich sehr rockig los und bäumt sich gegen Ende nochmals richtig auf, ein grandioser Titel und Einstieg ins Album.
Nicht ganz so energisch aber auch sehr rockig geht es mit Jambi weiter. Hier erwarten einen zwischendurch schön melodische Gesangspassagen.
Wings For Marie nimmt dann das Tempo erstmal raus, ruhiger Anfang, dezente Drums im Hintergrund, Maynards singt mit ruhiger Stimme. Gegen Ende ein kurzer Rock-Anflug bevor der Song ruhig ausklingt.
Der Titelsong ist ist der zweite Teil von Wings For Marie und fängt somit genauso ruhig an wie sein Vorgänger aufhört, im Hintergrund sind Effekte wie Regen und Gewitter zu hören. Nach der Hälfte legt Maynards Gesang dann deutlich an Intensität zu und die Gitarren geben auch ordentlich Gas.
Etwas eingängiger gehts mit The Pot weiter, bevor dann indianische Gesänge erklingen und in Lost Keys überleiten, ein beinahe-instrumental mit Hörspiel-Ambitionen am Ende.
Rosetta Stoned gibt seinem Namen alle Ehre und fängt gut rockend mit Gemurmel-Effekten an, bevor es dann ab und an etwas Härter zur Sache geht. Effekte wurden auch auf den Gesang gelegt, schön verzerrt kommt dieser daher.

Sich langsam dem Ende des Albums zuneigend, beginnt Intension wieder ruhig, Effekte und Flüstern im Hintergrund. Hypnotischer Gesang gefolgt von ruhigen Melodien und rythmischen Klangeffekten gegen Ende des Songs.
Ruhig fängt auch Right In Two an, steigert sich allerdings im Laufe des Titels und macht ordentlich Druck bevor er ruhig ausklingt.
Der Closer Viginti Tres ist ein Instrumental und lässt entlässt einen nach 1 1/4 Stunden wieder langsam aus der Klangwelt von Tool.

Nach dem ersten Hören haben Tool meiner Meinung nach wieder ein erstklassiges Konzeptalbum abgeliefert, das sich einem sicherlich erst nach mehrmaligen Hören richtig erschließt.

Anspieltips: Vacarious, Rosetta Stoned, Jambi

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