Marilyn Manson – Eat Me, Drink Me

Eat Me, Drink Me
5 Sterne

Lang genug hat es gedauert bis Marilyn Manson wieder etwas von sich hören lies. Zumindest in musikalischer Hinsicht. Vier Jahre nach The Golden Age Of Grotesque kommt nun Eat Me, Drink Me.
Doch dann soll alles sehr schnell gegangen sein. Nachdem sich seine Frau, Dita Von Teese von ihm getrennt hat saß Manson am Heiligen Abend allein unterm Weihnachtsbaum und überlegte seinem Leben ein Ende zu bereiten. Gerettet hat ihn seine neue Muse und Freundin Evan Rachel Wood, welche sich dann auch gleich im Video der ersten Singleauskopplung dem Lord of fucking Darkness hingibt.

Das Album beginnt mit der Vampir-Ballade If I Was Your Vampire, die verhalten startet aber dann noch Fahrt aufnimmt, ein schöner Einstieg ins Album. Das folgende Putting Holes In Happiness errinnert mich am Anfang stark an den Sin City Soundtrack, auf jeden Fall von den Gitarren her. Ein schönes Soli bietet der Song im Mittelteil auch noch, sowas kennt man eigentlich kaum aus den vorherigen Alben. Ebenso zu finden in The Red Carpet Grave, ein starker Song, auch was Mansons Gesang angeht.
Auf jeden Fall ist er einen großen Schritt vom Industrial weggegangen und ruhiger geworden, zudem kommen die neuen Songs sehr gitarrenlastig daher.
Merkt man wieder in They Said Hell´s Not Hot, bietet auch ein Soli. Gefällt mir richtig gut dieser Sound. Der Ohrwurm des Albums ist sicherlich Heart Shaped Glasses, der setzt sich fest, keine Frage. Ihn als erste Single zu bringen ist in der Hinsicht auf die Eingängigkeit vielleicht gut gewählt, allerdings spiegelt er nicht wirklich den Sound vom Album wieder.
Treibende Drums bekommt man bei Evidence zu hören, in der gewohnten Schwerfälligkeit. Und auch hier geben dann die elektronischen Gitarren den Ton an, allerdings nur sporadisch, ein wunderbares Laut-Leise-Spiel.
Are You The Rabbit? hebt sich von den anderen Songs ab, denn hier rockt Mr. Manson mal wieder etwas lauter und nicht so verhalten wie bei den Vorgängern. Das folgende Mutilation Is The Most Sinerce Form Of Flattery geht in selbige Richtung.
Mal richtig lässig wirds in You And Me And The Devil Makes 3, und errinnert mich wieder an den oben schon genannten Film. Kommt ziemlich gut.
Der Titeltrack beginnt zähfließend, die Drums lockern das etwas auf, Mansons Gesang hält dagegen. Wenn gegen Ende des Songs dann noch die Gitarren einsetzen ist eine starke Klangwand geschaffen. Ein guter Ausstieg für das Album. Aber da kommt ja noch was, ein Bonustrack von Hard Shaped Glasses. Totale Fehlentscheidung diesen aufs Album zu packen, grausam was diese Diskobeats und -klänge dem Song antun.

Für mich als Fan des Mechanical Animals Albums ist dieses hier auch sehr gelungen. Der Sound den er hier anschlägt – düster, melancholisch, versetzt mit viel elektronischer Gitarre und der unverwechselbaren Stimme – überzeugt mich sehr. Fans der härteren Manson-Stücke werden vielleicht ein wenig enttäuscht sein.

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  • http://treffpunkt-schwarz.de schwarzmeister

    Zu Beginn hat mir das Album (im Vergleich zu den alten) nihct sonderlich gefallen. Dann habe ich Manson allerdings Live auf dem Woodstage Festival 2007 gesehen. Seitdem bin ich total begeistert. Mit der sehr schönen Bühnenschau, wurde gerade die neue melancholische Art gut unterstützt.

  • !?!

    War bisher kein so großer Manson fan, habs halt ab und zu gehört aber selten. Durch das neue Album bin ich jetzt richtig auf den Geschmak gekommen, es ist eigene Musik, die schwer mit etwas anderem zu vergleichen ist.
    Mir gefällt das Melancholische im neuen Album auch sehr gut

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  • http://www.resurrection-dead.de gothic

    also mein lieblingsalbum von manson ist definitiv acss. mechanical animals fand ich auch noch gut aber das was danach kam, mehr oder weniger schrott. bis auf eat me, drink me. das ist wirklich mal was anderes und gefällt mir durchaus.