Tag Archive: Crossover

Linkin Park – A Thousand Suns

A Thousand Suns
2 Sterne

Einst prägten Linkin Park das Crossover-Genre wie kaum eine andere Band. Die ersten beiden Alben der Jungs waren völlig zurecht für den schnellen Aufstieg verantwortlich. Mit Minutes To Midnight machten sie schon einen großen Schritt in Richtung Popmusik, mit A Thousand Suns sind sie fast angekommen.

Eingefleischte Fans, wahrscheinlich nach dem letzten Album noch mit einem kleinen Funken Hoffnung, werden wiedermal enttäuscht. Im Grunde ist musikalische Weiterentwicklung ja zu begrüßen und oft auch spannend, aber sein Gesicht sollte man dabei nicht verlieren. Im Vorfeld ließen Linkin Park verlauten dass man das Album als Ganzes sehen sollte, doch selbst das wird die Meinung nicht wirklich aufhellen. Bei manchen Songs sieht man die Band im Geiste auf der Bühne schon eine Boygroup-Choreografie aufführen. Bei zwei Songs kann man die Handschrift der früheren Tage noch erkennen, doch die Negativbeispiele überwiegen meiner Meinung nach.

Die Tracks sind im Grunde nicht so schlecht, aber ihnen fehlt oftmals der richtige Touch, die Energie, das Gesicht. Und das ist für die Fans der alten Werke ziemlich enttäuschend.

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Panik

Panik

I dont know what they’re saying, but the overall vibe is pretty solid

Dies sagte Linkin Parks Mike Shinoda als er die Musik von Panik hörte. Er war so begeistert dass er die Band zu seinem Projekt Mike Shinoda’s Feat. Artist einlud. Die Leser seines Blogs konnten dann über die eingeladenen Bands abstimmen, und Panik hat hier – trotz deutscher Texte – den ersten Platz gemacht.

Die Jungs von Panik hatten unter dem Namen Nevada Tan schon viel Erfolg gehabt, ein Top Ten Album und zwei Echo-Nominierungen. Doch als die Manager und Produzenten die Band in eine bestimmte Richtung zwangen, legten sie nach langem Streit den Namen Nevada Tan wieder ab und produzierten unter ihrem ursprünglichen Namen ein Album in Eigenregie. Das Album trägt als Titel den Bandnamen und erscheint am 25. September.
Die erste Single des Albums kommt am 4. September raus, ihr Titel: Lass mich fallen

Zur Einstimmung gibt es auf der Website der Band den Titel Jeder als kostenlosen Download.

Hollywood Undead – Swan Songs

Swan Songs
5 Sterne

Als ich das erste mal die Swan Songs von der Band Hollywood Undead gestartet habe, kam mir beim Opener folgender Gedanke: Ist dies das Album für das Linkin Park nicht mehr die Eier in der Hose hatten?!

Diese Crossover Geschichte mit ordentlichem Rock plus Rap mag ich schon von Cypress Hills Stoned Raiders-Zeiten an. Was die sechs maskierten Jungs hier allerdings abliefern hat nichts mit alten Zeiten zu tun. Diese Scheibe strotzt nur so vor Freshness und Kreativität, zudem bietet sie eine Reihe von Refrains die einem so schnell nicht mehr aus der Ohrmuschel gelangen.
Bekannt wurde die Band über MySpace wo der Song The Kids innerhalb eines Jahres über 8 Millionen mal angehört wurde. Somit landeten HU schließlich schnell bei einem Label und nachdem sie in den USA letztes Jahr schon auf dem Markt kam, soll die Scheibe am 29. Mai auch bei uns erscheinen. Von den Texten her schon ziemlich derb sollte man – vorausgesetzt man ist im richtigen Alter – trotzdem drauf achten nicht die Clean-Version zu ergattern. Die manchmal auch ganz gut überspielten Aussetzer schaden den Songs eher finde ich.

Hollywood Undead

Der Opener, und zugleich erste Single, Undead legt gleich mal so richtig los, fetter Sound und pumpende Drums zeigen wo es lang geht. Der Flow den die Jungs an den Tag legen hat mich auf jeden Fall beeindruckt. Das folgende Sell Your Soul fährt auf gleicher Spur weiter, hat aber noch einen tierisch guten Break zu bieten wie ich finde.
Ewerywhere I Go hört sich sehr nach Herrn Eminem an, könnte schon fast ein Cover sein. Ist es vielleicht auch, allerdings kenne ich den Eminem-Song nicht so gut um dies behaupten zu können. Das HU auch weniger aggressiv zu Werke gehen können zeigen No Other Place und Bottle And A Gun, wobei letzterer einen schön melodiösen Refrain bietet.
Der Song Young wäre für mich die typische erste Singleauskopplung gewesen. Guter Refrain, leicht melancholischer Klang aber dennoch ordentlich Druck und vom Text her nicht so derb wie manch andere Stücke. Ein ziemlich starker Track der sogar einen Kinderchor im Background hat. Ist bestimmt die zweite Single. Black Dahlia kommt mit verzweifelt klagendem Rap-Part und eher sanftem Refrain. Ein weiterer Beweis für die Vielfältigkeit dieses Albums. Und es scheint um gleich noch einen drauf zu setzen ist folgendes This Love, This Hate der fröhlichste Song der Platte.
Einen Lückenfüller sucht man auf dem Album vergeblich, sollte ich einen Song benennen würde ich wahrscheinlich zu California tendieren. City ist dann wieder ein Track der von der Balance zwischen aggressivem Rap-Part und schönem Refrain profitiert. Wobei dieser Song auch einen coolen Tempowechsel in petto hat.
Der Rausschmeißer Paradise Lost setzt einen dann tatsächlich knallhart vor die Tür. Wobei der Song erst mit zarten Streichern beginnt, dann aber schnell mit marschierenden Drums und staccato-artigem Rap, der sich wunderbar zum Ende hin steigert den Endpunkt setzt.

Meiner Meinung nach haben Charlie Scene, Johnny 3 Tears, J-Dog, Da Kurlzz,
Deuce und Funny Man hier ein fettes Debüt auf den Tisch geknallt das hoffentlich noch eine Menge Aufsehen erregen wird. Ich hab die Jungs ab sofort auf dem Schirm, soviel ist sicher. Give it a try!

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Blurrd Minds – Sudden Drop Syndrom

Sudden Drop Syndrom
4 Sterne

Heute mal ein CD-Tip von einer jungen, sechsköpfigen Band aus Landsberg die seit dem Jahr 2003 besteht. Die Blurrd Minds haben dieses Jahr ihre erste Langrille raus gebracht, Sudden Drop Syndrom heißt die Scheibe.

Zu hören gibt es funkigen Crossover, mal mit harten Gitarrenriffs, dann wieder etwas sanfter. Nach dem Anspielen der ersten Tracks kommen mir so manche Bandnamen in den Sinn, zB. Dog Eat Dog. Der erste Track nach dem Intro, Don´t Stop errinnert Anfangs auch ein wenig an die roten Chilis, schön funkige Gitarren. Der Flow des Rap-Parts dieses Songs gefällt mir besonders gut, wirklich gelungen. Leider wirkt dagegen der Refrain etwas einfallslos.
Wunderbar gitarrenlastig startet folgendes Ego Up, nimmt sich dann aber etwas zurück um dem Funk wieder ein wenig Platz zu geben. So geht es hin und her, ein paar Scratches werden auch noch mit eingebaut. Im Refrain bekommt man dann auch eine Gesangslinie geboten. Point Your Fingers @ Me lässt anfangs wieder schon oben genannte Band aufblitzen, überzeugt mich aber nicht so. Der Refrain ist mir eine Spur zu einfach, wobei die Strophen ganz gut rüberkommen.
Etwas ruhiger gehts in Cross The Line, Baby Don´t Cry oder Easy Going zu, letzterer bietet auch ein schönes Gitarrensolo. Das steht den Jungs auch ziemlich gut und bringt Abwechslung in die Platte. Der Closer Back In Business vereint dann nochmal alle Stimmungen in einem Song und sorgt für einen gelungenen Abschluss dieses Erstlings.

Nicht nur wegen dem Alter der Jungs muss man sagen das Sudden Drop Syndrom ein gutes Album ist, das Potential ist deutlich zu erkennen auch wenn man noch die ein oder anderen Abstriche machen muss. Mir gefällt die Scheibe trotzdem ziemlich gut, weil ich Crossover sehr mag und sie mit dem Funk noch eine interessante Nuance in dieses Genre einbringen. Ich bin gespannt was man in Zukunft noch von Blurrd Minds hören wird. Auf der MySpace Seite könnt Ihr Euch anhand einiger Songs einen eigenen Eindruck verschaffen.

Linkin Park – Minutes To Midnight


3 Sterne
Nach etlichen Jahren wieder Output von Linkin Park, da hat die große Fangemeinde mit Euphorie drauf gewartet. Doch kaum kamen die ersten Songs von Minutes To Midnight auf welchen Wegen auch immer in die Ohren, wurden enttäuschte Stimmen laut. Linkin Park sind zu massentauglich geworden, zu lahm im Sound. Dann wurde lange Zeit diskutiert ob es nicht doch Fakes sind die man da hört oder nicht.
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